Alterbezogene Makuladegeneration AMD

 

Die altersbezogene Makuladegeneration - AMD- ist eine Erkankung der Netzhautmitte, bei die Sehzellen langsam und anfangs unmerklich zugrunde gehen.

 

Die Netzhaut, die in etwa mit einem Film in der Kamera vergleichbar ist, enthält Millionen von Sinneszellen.

Sie werden von den einfallenden Lichtstrahlen gereizt. Der Sehnerv leitet  die Reize weiter zum Sehzentrum ins Gehirn. Erst dort nehmen wir sie als Bilder wahr.

 

Während der Film in der Kamera überall die gleiche Lichtempfindlichkeit hat, ist die der Netzhaut jedoch unterschiedlich.

 

Die Makula lutea, zu deutsch „gelber Fleck“, wird so genannt, weil sie aufgrund ihres hohen Lutein-Gehaltes eine gelbliche Färbung hat.

Sie ist ein ovaler, etwa 2 mm großer Bezirk in der Netzhautmitte, der nur die Zapfen als Sehzellen enthält.

Das sind die empfindlichsten Sinneszellen des Auges; nur sie befähigen uns zu scharfen Bildwahrnehmungen und zum Erkennen von Farben.

 

Vom Rand der Makula nach außen hin nimmt der Anteil der Zapfen ab und der Stäbchen zu.

Diese 2. Art von Sehzellen wird vor allem in der Dämmerung aktiv und ermöglicht die Orientierung und das Bewegungssehen. Die Stäbchen funktionieren nur im Verbund, deshalb ist mit ihnen kein scharfes Sehen möglich.

 

Die Funktion der Stäbchen bleibt von Veränderungen bei der Makuladegeneration unberührt, darum bleibt bei den Patienten mit AMD in aller Regel ihr Orientierungsvermögen erhalten.

 

Das Auge ist durch den Sehprozess hohen Belastungen ausgesetzt. Bei Lichteinfall entstehen durch diverse Stoffwechselvorgänge unter  Sauerstoffeinwirkung  hochaktive schädliche Substanzen, die freien Radikale.

 

Bei allen krankhaften Prozessen spielen die freien Radikale eine große Rolle.

Gegen diesen „oxidativen Stress“ hat die Natur einen Selbstschutzmechanismus entwickelt, bei dem Mikronährstoffe als Hauptakteure wirken.

Antioxidantien wie die das Lutein, Vitamine A, C und E, antioxidative Enzyme und noch viele andere noch nicht vollends untersuchte Substanzen, die im Auge in hoher Konzentration auftreten, können freie Radikale abfangen und unschädlich machen.

 

Mit steigendem Lebensalter nimmt die Fähigkeit, Radikale zu eliminieren ab.

 

Oft kann zusätzlich eine vermehrte Belastung des Körpers mit freien Radikalen dem Körper und letztendlich den Augen zu schaffen machen.

 

Dies ist immer dann der Fall, wenn eine falsche Ernährung,Giftstoffbelastung (u.a.Nikotin), Bewegungsmangel und Stress mitspielen.

 

Eine ausgewogene Ernährung in Form der pflanzenbasierten Ernährung sichert die natürlichen Abwehrkräfte des Auges.

Symptome.

 

Link Animation von Sehstörungen auf einer Seite der Stiftung Auge der DOG (deutsche ophthalmologische Gesellschaft)

 

Die altersbedingte Makuladegeneration hat zwei unterschiedliche Verlaufsformen.

 

Die weitaus häufigere Form ist die "trockene" altersbedingte Makuladegeneration mit ganz allmählicher Sehverschlechterung.

 

Die ersten Anzeichen machen sich meist beim Lesen bemerkbar. Mitten im Text, wo man gerade hinschaut, ist ein verschwommener Fleck. Anfangs fehlen nur wenige Buchstaben, doch mit der Zeit wird dieser Fleck größer.

Im späteren Stadium der Krankheit kann der Patient auch Gesichtszüge nicht mehr erkennen.

 

Der Verlauf kann sehr langsam sein, so dass man mit optischen oder elektronischen Hilfsmitteln noch bis ins hohe Alter lesen kann.

 

Aber auch bei einer vollständigen Zerstörung der Makula bleibt die Orientierungsfähigkeit im Raum immer erhalten.

 

Bei der „feuchten“ AMD" führt eine flüssigkeitsbedingte Schwellung der Netzhaut (Ödem) zu einer Verzerrung des auf der Netzhaut entworfenen Bildes, so dass für den Patienten als erstes Anzeichen verbogene Linien gerader Objekte, wie z.B. des Fensterrahmens, erscheinen.

 

Das Ödem der Netzhaut wird durch Blutgefäße verursacht, die krankhafterweise aus der Aderhaut in die Netzhaut einwachsen und dort die Netzhautzellen zerstören.

Diese Schwellungszeichen werden von den Patienten aber nicht immer rechtzeitig bemerkt.

 

Da die feuchte AMD schnell voranschreiten kann, ist eine ständige Beobachtung der Patienten durch den Augenarzt unerlässlich.

 

Aus einer „trockenen“ altersbedingten Makuladegeneration kann sich jederzeit die feuchte Verlaufsform entwickeln.

 

Therapie:

Schulmedizinisch gibt es für die trockene AMD außer der Gabe von Vitaminen und dem Rat der Risikominimierung (s.unten) keine durchschlagenden Optionen.

Die feuchte AMD wird seit noch so langer Zeit mit Hilfe von Medikamenten, die ins Auge gespritzt werden (sogenannte Angiogenese-Hemmer) behandelt. Das Ödem wird ausgetrocknet durch die Blockade des Wachstums der Gefäße.

Die Wirkdauer der Medikamente ist aber leider nur begrenzt. So müssen die Spritzen meist in gewissen Abständen wiederholt werden.

Ausschlaggebend für die Spritzintervalle sind die Ergebnisse mit dem OCT.

 

Risiken

  • „westliche“ Ernährung,
  • chronische Erkrankungen (Durchblutungsstörungen, Bluthochdruck, Diabetes)
  • Medikamente!!
  • Stress
  • Alter
  • Nikotin!!! und Umweltbelastung
  • Genetische Ursachen
  • UV-Lichtbelastung

Therapie ganzheitlich

Allgemeine Empfehlungen:

Ernährung nach dem Motto „der Mensch ist, was er isst“

  • Pflanzenbasierte Kost !!
  • Keine Mikrowelle! Dadurch werden die Mikronährstoffe zerstört.
  • Jedes Übermaß an Essen, Alkohol, Kaffee vermeiden
  • Keine Milch, keine Süßigkeiten
  • Viel trinken: mind. 2 Liter/Tag, möglichs tmineralarmes Wasser
  • Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft;
  • Ausreichend natürlicher Schlaf (ohne Hilfe von Medikamenten);
  • Nicht Rauchen!!! Zigaretten haben hunderte von Begleitstoffen und sind die Radikalbildner schlechthin. Sie belasten den Organismus mit Schwermetallen, Nitroverbindungen, Formaldehyd und vielem anderen mehr

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